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© N. Klinger
© N. Klinger

Mario Hartmuth studierte Dirigieren mit Hauptinstrument Horn in Weimar bei Prof. Nicolás Pasquet und Prof. Gunter Kahlert. Wertvolle Impulse bekam er außerdem von Prof. Mark Stringer an der Musikhochschule Wien. Er ergänzte seine Ausbildung mit Meisterkursen bei Jorma Panula, Marko Letonja, Johannes Kalitzke, Andreas Schüller, Roberto Paternostro, Rasmus Baumann, Clark Rundell, Pavel Baleff und Jörg-Peter Weigle. 

Hartmuth war Stipendiat des Dirigentenforums des deutschen Musikrates, des Aspen Music Festival in den USA sowie des Deutschlandstipendiums der Ernst-Abbe-Stiftung Jena. Als Assistent von Cornelius Meister und dem ORF Wien sammelte er über zwei Jahre wertvolle Erfahrung in der Musik des 20. und 21. Jahrhunderts, unter anderem als Klangregisseur bei Stockhausens 'Gruppen'.

 

Noch vor Ende seines Studiums assistierte Mario Hartmuth am Staatstheater Meiningen und leitete bereits Vorstellung von Der Rosenkavalier, Hänsel und Gretel, Traviata und Don Pasquale. Nach erfolgreichem Studienabschluss wurde er als 2. Kapellmeister und Assistent des GMD verpflichtet. Er gab sein Mozart-Debut mit einer sehr erfolgreich Neuproduktion von Così fan tutte. Mit der Premiere von Julie (Philippe Boesmans) führte er das Publikum an die Musik des 21. Jahrhunderts heran und gab mit großem Erfolg vor jeder Vorstellung eine musikalische Einführungen auf der Bühne, um die ZuschauerInnen für die Besonderheiten des Werks zu sensibilisieren und zu begeistern.

Zu den in Meiningen dirigierten Werken gehören außerdem:

Capriccio, Ariadne auf Naxos, Tosca, Die Fledermaus, Der Feuervogel, L'histoire du soldat, Das Tagebuch der Anne Frank, Gräfin Mariza, Schwarzwaldmädel, Evita, Lucia di Lammermoor, Il Barbiere di Siviglia, Der Zarewitsch und Anya 17 (Adam Gorb, deutsche Erstaufführung).

Regelmäßig dirigierte er auch Sinfoniekonzerte sowie Kinder- und Jugendkonzerte.

Während seiner Zeit am Meininger Staatstheater war Hartmuth auch dem Landestheater Eisenach als regelmäßiger Gastdirigent eng verbunden. Er übernahm die Neuproduktionen von Don Pasquale und Das Tagebuch der Anne Frank sowie die Wiederaufnahme von Der Feuervogel. Hinzu kommen mehrere Ballettabende und Sinfoniekonzerte.

 

Seit Januar 2019 ist Hartmuth 1. Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor am Staatstheater Kassel. Er gab sein viel beachtetes Debut mit Puccinis Madama Butterfly und leitete Vorstellungen von Il Barbiere di Siviglia, Ares (Tanztheater mit Liedern von Richard Strauss) und dem Doppelabend Cavalleria Rusticana/I Pagliacci. An der Produktion des Ring der Nibelung wirkt er als Assistenz- und Coverdirigent mit. Ein geplantes Nachdirigat von Götterdämmerung musste Corona-bedingt abgesagt werden.

 

Gastdirigate führten Mario Hartmuth ans Pult des Gärtnerplatztheaters (Wiederaufnahme Lustigen Witwe  2018), der Baden-Badener Philharmonie, des Landestheaters Flensburg, der Thüringen-Philharmonie Gotha, der Philharmonie Lemberg sowie der Landesjugendorchester von Baden-Württemberg, Saarland und Hessen. 2015 gab er sein Debüt beim MDR Sinfonieorchester Leipzig. Sein erstes Engagement hatte Hartmuth als Gastdirigent beim Akademische Orchester Halle und von 2012-2014 als künstlerischer Leiter des KHG Studentenorchesters Freiburg. Von 2016-2018 war er musikalischer Leiter des Orchesters der Konrad-Adenauer-Stiftung.

 

Als Jugendlicher spielte er im Landesjugendorchester Baden-Württemberg, dem Deutsch-Skandinavischen Jugendorchester und dem RIAS Jugendorchester und gewann mehrere Bundespreise beim Wettbewerb "Jugend Musiziert". Während seines Studiums sammelte er als Hornist Erfahrung u.a. bei den Berliner Symphonikern, der Meininger Hofkapelle, dem Mendelssohn Kammerorchester Leipzig und L'Harpa Festante München.